Dienstag, 14. April 2015

Im Zimmergewächshaus lebt es schon!

Noch schläft der Garten, aber langsam wacht er auf. Zugegeben, viel ist draußen noch nicht passiert. Die Beete sind aber vorbereitet, die ersten Samen in der Erde und bei den Temperaturen, darf man davon ausgehen, bald ist alles grün. 

Dieses Winter hat es der Mangold wieder gut in den Frühling geschafft, die ersten Blätter werden wohl bald geerntet werden können und somit eröffnet er auch dieses Jahr die Erntesaison. 

Einige Frühblüher, wie Muscari, blühen gerade und auch die Tulpen sind fast soweit. Ihr seht also
schon, in meinem Garten war es dieses Jahr noch nicht sehr warm. Das macht aber nichts, denn im Zimmergewächshaus ist schon gut was los.

Bereits im Februar kamen die ersten Samen in die Erde und die daraus gezogenen Pelargonien (ich suche an dieser Stelle tatsächlich nach dem deutschen Begriff, der Österreicher steckt noch tief in mir...) können sich schon gut sehen lassen. Die Petunien haben die letzte Woche auch einen guten Schuss nach oben gemacht. Gerade anfangs denke ich immer, aus diesen zarten Pflanzen kann unmöglich eine richtige Blume werden, aber sie überraschen mich jedes Jahr aufs Neue. 

Dem Kräutergarten steht auch nichts mehr im Wege, denn Petersilie, Kerbel, Koriander und Co. wachsen schon gut vor sich hin und können ab Mai freigelassen werden. Lediglich die Tomaten kümmern dieses Jahr ein wenig vor sich hin, aber damit war ich dieses Jahr auch wirklich spät dran. Eigentlich hatte ich mir letzten Sommer, nach einer ausgiebigen Regenperiode, vorgenommen nie wieder Tomaten zu pflanzen. Am Ende konnte ich die guten Samen dann doch nicht in der Tüte halten. Das Ergebnis ist nun ca. 5 cm groß und ich versuche es dieses Jahr ein letztes Mal. Das kann nur gut gehen... 

Außerdem haben es Kürbis, Zucchini und Gurke in die Töpfe geschafft. Damit bin ich nun sicher einfach zu früh, aber hoffe so im Mai kräftige Pflanzen zu haben, die bereits so groß sind, dass mein Freund, die gemeine Hausschnecke, sie verachtet. Gegen die allseits beliebten Blattläuse habe ich ein paar Kapuzinerkressesamen in die Erde fallen lassen, auch sie dürfen im Gewächshaus schonmal groß werden. 

Draußen im Frühbeetkasten sind Kohlrabi, Weißkohl und Salat gesät, aber auch da tut sich noch nicht viel. Und weil das Wetter nunmal ist, wie das Wetter eben ist. Und der Frühling im Garten leider noch nicht ganz bei mir angekommen ist, hab ich ihn mir einfach im Haus schonmal gegönnt und freue mich an der tollen Farbe, die die Seele streichelt und träum von der Blütenpracht, die auch draußen sicher nicht mehr lange auf sich warten läß

Freitag, 25. April 2014

Löwenzahnhonig

Wohl wahr, Löwenzahn ist nicht des Gärtners Lieblingskraut. Aber warum eigentlich nicht. Sicher, er wuchert innerhalb kürzester Zeit den ganzen Rasen voll und sieht auch nur schön aus, wenn er blüht. So manch Gärtner erteilt den Rat, bereits die Blüten zu pflücken, um ein vermehrtes Ausbreiten zu verhindern. Ja, und dann? Was macht man mit den ganzen Blüten? In der Vase sind sie nicht lange hübsch (jede Mutter weiß das, der liebevoll gepflückte Löwenzahn der Kinder, sieht bald sehr seltsam aus). 

Wir machen hier Löwenzahnhonig! Die Kinder freuen sich, weil sie für Mama Blumen pflücken dürfen und der Rest freut sich über den lecker süßen Sirup, der nicht nur aufs Brot passt, sondern sich auch wunderbar im Tee macht. Schmecken tut er wie Kräuterbonbons! Lecker!


Montag, 7. April 2014

Gartenschaumkraut - oder "alles eine Sache der Auslegung"!

Kennt ihr das? Ihr geht in den Garten und seht nur Unkraut, überall! Frustrierend, nervend und zeitrauend, denn man weiß ja, hier muss man manuell nachhelfen. 

Auch in meinem Garten wuchs dieses Jahr ein schöner feiner Teppich Unkraut, eine kleine unscheinbare aber sehr wuchernde Pflanze, deren Namen mir fremd war. Was tut Frau von Heute? Klar, da wird erst mal gegockelt, mal nachlesen wie der Feind heißt und ob es passendes Kryptonit für ihn gibt. Herr Gockel weiß doch so etwas immer! 

Gesucht, gefunden! Gartenschaumkraut heißt der Feind! Und je mehr ich über ihn zu lesen bekam, umso sympathischer war er mir. Ein Zeigerkraut, welches mir gar hübsche Dinge über meinen Boden sagt. Nett eigentlich! Aber noch schöner war das Wort "eßbar". Toll, immerhin war der Garten voll damit. Jetzt musste das Kraut nur noch schmecken. Also, raus in den Garten, ab in die Praxis. Erst dran riechen, dann ein wenig reiben und da war er, der zarte Duft von Kressen und ja, auch im Geschmack deutlich zu finden. Jackpot! 

Und der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Wildkräuter ernten macht soviel mehr Spaß als Unkraut zupfen!